Harnuntersuchung

Harnuntersuchung

Allgemein

Die Harnuntersuchung ist neben der Blutuntersuchung die wichtigste Methode, um Erkrankungen von Niere, Harnleiter, Blase und Harnröhre festzustellen. Es können damit wichtige Hinweise für die Diagnose und Therapie von Harnwegsinfekten, chronischen Nierenentzündungen aber auch Tumoren gewonnen werden. Liegt ein Verdacht auf eine Nierenerkrankung oder Nierenbeteiligung (z. B. bei Zuckerkrankheit) vor, muss immer eine Harnprobe untersucht werden.

Normalwerte des Urins

– Menge pro Tag 1,5-2l, je nach Flüssigkeitsaufnahme
– Menge pro Miktion bei der Frau 300-400ml
– Menge pro Miktion beim Mann 350 bis 500ml
– pH-Wert 5-6; variiert mit der Ernährung (z.B. bei Vegetariern höherer pH Wert)
– Farbe hell bis dunkelgelb
– Geruch: geruchlos, nach längerem Stehenlassen Geruchsbildung durch Bakterien
– keine Blutbeimengungen

Urinmenge

Unter anderem abhängig von der Flüssigkeitsaufnahme und auch vom Blutdruck.

Worauf kann der Harn untersucht werden?

Als Basisuntersuchung führe ich einen Harnstreifentest durch. Es wird getestet nach roten und/oder weißen Blutkörperchen (Erythrozythen und Leukozyten), Bakterien, Nitrit, Eiweiß (Protein), Zucker (Glukose) oder auch Ketone (Azeton).

Bei besonderen Fragestellungen können weitere Untersuchungen durchgeführt werden wie eine Harnkultur zur Bestimmung von Bakterien oder auch eine Untersuchung von Sammelharn über 24 Stunden.